Margret Hoppe
Die verschwundenen Bilder _ 2007
"Für die Arbeit »Die verschwundenen Bilder« gehe ich den Spuren von Kunst aus der ehemaligen DDR nach. So fotografiere ich zum einen die Leerstellen in Räumen, an Wänden oder an Hausfassaden, die nach dem Abnehmen oder Übermalen von Bildern entstanden sind. Zum anderen suche ich Archive und Depots auf, in denen diese Bilder mit ungewisser Zukunft, verwahrt oder auch vergessen werden.
Die Titel der Fotografien verweisen durch die Erwähnung von Autor, Bildtitel, Jahr und Ort auf die »verschwundenen Bilder« und sind somit Stellvertreter für diese. Sichtbar sind stille Tatorte, die auf den Punkt hinweisen, an dem Erinnerung verlöscht. Unsichtbar bleiben die Bilder, an die mit Hilfe der Fotografie erinnert wird. […]"
© Margret Hoppe „Bernhard Heisig – ohne Titel, 1969 Sgraffito, 400 × 1200 cm Gästehaus des Ministerrates der DDR, Leipzig“, 2006, Gästehaus am Park, Leipzig, C-Print, 110 × 140 cm
© Margret Hoppe „Günter Brendel, Großes Stilleben, 1975/76, Dispersion auf Hartfaser, 280 × 268 cm, Palast der Republik Berlin“, 2007, Depot Deutsches Historisches Museum Berlin, C-Print, 100 × 130 cm